usability first !    heisst:

eine anwendung muss übersichtlich sein, einfach zu bedienen sein und spaß machen.

neben diesen technischen + emotionalen aspekten gilt es wichtige wandlungen zu beachten, denn im netz tut sich was und fast keiner siehts...
das erkenntnistheoretische problem "man sieht nur, was man kennt." (goethe) trifft voll und ganz auf aktuellste entwicklungen im internet zu.

Darcy DiNucci prägte bereits 1999 den begriff "web 2.0".
man spricht auch vom "mitmachweb" und meint damit die zunehmende benutzerbeteiligung beim schaffen von inhalten. die grenze zwischen consumer und producer verschwimmt zusehends.
im netz 2.0 ist der prosumer aktiv.
dadurch verschwinden hierarchische strukturen - im netz 2.0 wird netzartig und auf augenhöhe kommuniziert.
marketing 1.0 verblasst.
die kommunikation untereinander gewinnt an bedeutung (virales marketing = mund-zu-mund-propaganda).

ein musterbeispiel für partizipation der massen ist das online-lexikon wikipedia.
hier werden zusammen inhalte geschaffen.
doch oft sitzt noch ein mensch 1.0 vor der kiste.
werden die von ihm hinzugefügten inhalte verändert, fühlt er sich in seinem ego angegriffen und ist hochemotionalisiert.
das führt oft zu destruktiven edit-wars.
der netzguru jaron lanier steht 2006 daher der weisheit der massen kritisch gegenüber

mensch 2.0 unterscheidet zwischen sachebene und emotionalen unstimmigkeiten.

im moment tun sich immer mehr "digitale kluften" auf:

1. ordnung:     nicht-internetnutzer     <->     internetnutzer
2. ordnung:     reiner surfer / nur email-schreiber     <->     nutzer sozialer netz( werk )e
3. ordnung:     keine verbindung zwischen gleichen diensten ( z.b. Skype, ICQ, AIM, Jabber,... )
...

die kluften sind sozialer und technischer art. aus technischer sicht betrachtet gibt es entwicklungen zu mehr interaktion ( OpenID, OpenSocial, OAuth, Microfomats, ... ), die jedoch aus datenschutztechnischer sicht kritisch betrachtet werden können.

um im komplexitätsdschungel erfolgreich zu sein, wird benutzerfreundlichkeit immer wichtiger. nur durch schlanke und intuitiv bedienbare anwendungen kann kollektive intelligenz optimal genutzt werden und zu synergetischen effekten führen.

die entwicklung geht insgesamt in richtung mehr transparenz und authentizität.
business 2.0 heisst nachhaltiges wirtschaften und damit the end of business as usual.
CSR ist hochaktuell, wenn auch in der umsetzung nicht immer gleich authentisch.
jeder einzelne kann eine größere rolle spielen, sofern er sich mit den (technischen) entwicklungen auseinandersetzt.

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